Es war viel los …

… in den vergangenen Wochen. Wir möchten deswegen die kleine Atempause vor den Osterferien nutzen, um einige aufregende Tage Revue passieren zu lassen.

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Los gings mit einer spannenden Informationsveranstaltung am 5. Februar in der Elly-Heuss-Schule:

Eine kleine Veranstaltung zum Thema “Lernen mit iPads” sollte es ursprünglich werden – aber wie Sie hier im Blog vielleicht schon gelesen haben, mussten wir schon bald nach Aussendung der Einladungen das komplette Event in die Aula verlegen. Die 175 Stühle waren an dem Dienstagnachmittag dann auch fast komplett besetzt. Lehrer, Vertreter von Schulämtern, Medienzentren, Kreisen und sogar Ministerien waren gekommen, um die Vorträge der Lehrer der Elly-Heuss-Schule und der Oranienschule zu hören.

Nach der Begrüßung von Hausherr Uwe Tölle berichteten Frau Dietz und Herr Bonk (EHS) vor vollem Haus, wie es ihnen und ihren Kollegen mit der iPad-Ausleihe ergangen war: Das vorher erdachte Anwendungskonzept hatte sich bewährt und viele Vorhaben konnten gut umgesetzt werden. Einige andere kamen in abgeänderter Form zum Tragen und auch die Integration spontaner neuer Ideen bereicherte den Unterricht. Die iPads überstanden gut gesichert einen Einbruchsversuch und die gute Idee mit dem “Stundenplan für die iPad-Koffer” bewährte sich. Jetzt öffnet die Projektgruppe die Ausleihe für alle interessierten Lehrer und Klassen der Elly-Heuss-Schule und so stellte Frau Dietz gleich auch das neue Ausleihekonzept vor – im Publikum wurde fleißig mitnotiert.

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Im zweiten Vortrag berichteten Frau Radke und Herr Reinsch von der Oranienschule von den Erfahrungen, die die Klasse 8a und ihre Lehrer seit der offiziellen Übergabe der iPads im Dezember gemacht haben. Als wichtige Anforderungen an die Lehrer-Projektgruppe identifizierte das Team der Oranienschule bisher unter anderem Punkte wie Motivation und Aufgeschlossenheit, enge Zusammenarbeit, Flexibilität bei der Aufgabenverteilung und den Willen, am Anfang etwas mehr Zeit zu investieren. Die musste das Lehrerteam zum Beispiel für die Schulungen durch die Medientrainer von eringo und Medienpädagogin Luise Ludwig aufwenden. Auch regelmäßige Treffen mit der gesamten Projektgruppe, Besuche von Journalisten und eine extensivere Vorbereitung der Unterrichtsstunden gehörten und gehören noch zum neuen Alltag mit iPad.

Im Publikum war klar zu erkennen: Viele interessierten sich konkret für die Herausforderungen in einer 1:1-Situation und so fielen die guten Tipps der beiden Oranienlehrer rund um die Themen Nutzungsordnung, Elternarbeit und Sicherheit auf fruchtbaren Boden.

Fazit Erfahrungen Oranienschule Präsentation_050213

Im Anschluss folgten ein Impulsvortrag von Luise Ludwig, Geschäftsführerin des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), und eine spannende Podiumsdiskussion. Neben Ludwig nahm der renommierte Medienpädagoge Prof. Dr. Stefan Aufenanger (JGU) teil. Die beiden Wissenschaftler berichteten vom aktuellen Stand in Sachen Lernen mit Tablets in Deutschland. Ebenfalls mit dabei war Lothar Spies als Medienberater des Staatlichen Schulamts. Er erzählte, welche kommunikativen Herausforderungen ein Multistakeholder-Projekt wie das Tablet-Projekt Wiesbaden an die Mitwirkenden stellt. Welche Rolle WLAN und Infrastruktur bei den beiden Projektschulen spielen, erläuterte Peter Barth vom Medienzentrum Wiesbaden. Die Lehrerinnen Christina Dietz und Jennifer Radke ergänzten Berichte aus dem Unterricht mit den Tablets. Erfreulich war die rege Teilnahme des Publikums an der angehängten Fragerunde, bei der noch viele Fragen direkt geklärt werden konnten. Aber auch im Anschluss daran standen die Referenten noch zum direkten Austausch zur Verfügung und teilten ihre Erfahrungen mit den interessierten Besuchern.

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Von links: Prof. Dr. Stefan Aufenanger (JGU), Udo Kempers (Stadtverwaltungsamt Düsseldorf), Luise Ludwig (JGU), Lothar Spies (Staatl. Schulamt), Anne Geier (REDNET), Peter Barth (Medienzentrum Wiesbaden), Jennifer Radke (Oranienschule), Christina Dietz (Elly-Heuss-Schule)

Extra aus Düsseldorf war übrigens Referent Udo Kempers angereist. Als Sachgebietsleiter im Schulverwaltungsamt für das Sachgebiet eSchool war er maßgeblich an der Einführung von iPads für Düsseldorfer Schulen beteiligt. Dem Publikum berichtete er, wie das Schulverwaltungsamt an diese Aufgabe heranging. Unter anderem durften die Schulen selbst entscheiden, wie viel des zur Verfügung stehenden Betrages in die Infrastruktur investiert werden soll. Pro Schule verpflichteten sich zwei Lehrer zum internen Management kleinerer technischer Probleme – den Rest übernehmen die Profis und der “normale” Lehrer ist komplett von allen administrativen Verpflichtungen entkoppelt. Das Projekt lief – auch im regelmäßigen Austausch in Sachen Unterrichtsideen – so erfolgreich, dass Kempers und sein Team es für weitere Schulen multiplizieren können.

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_DSC0704Neben den theoretischen Beiträgen hatten die Schulen und REDNET auch einige praktische Programmpunkte organisiert. So zeigten in drei Klassenräumen Lehrer und Schüler der beiden iPad-Schulen Praxisbeispiele aus dem Unterricht. In einem vierten Klassenraum boten Medientrainer der Firma eringo einen Workshop zum Thema “Wie setze ich das iPad im Unterricht pädagogisch sinnvoll ein”. In knapp einer halben Stunde gaben Tobias Hübner und eringo-Gründer Jan Ulmer eine kleine Übersicht über mögliche Anwendungsbereiche.

 

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In der Gesprächsrunde beantworteten die Lehrer und Schüler der Oranienschule die Fragen der Besucher.

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Die Schüler aus verschiedenen Klassen der Elly-Heuss-Schule hatten außerdem Experimente aufgebaut, die verdeutlichten, wie das iPad im Unterricht zum Beispiel auch als Messgerät eingesetzt werden kann. Musiklehrer Jan Grenner und seine Schüler ließen es mit voller Lautstärke “krachen”. Sie zeigten, wie sie das iPad im Unterricht als Musikinstrument einsetzen und wie damit das Lesen und Schreiben von Noten ganz einfach wird.

Die Besucher fanden es toll!

 

 

 

 

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