Tablet-Projekt: Oranienschüler testen iPads im Klassenverbund

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7. Dezember 2012

Tablet-Projekt: Oranienschüler testen ein Jahr im Klassenverband

Besonders brav waren 2012 offenbar die Oranienschüler der Klasse 8a: Ihnen brachte der Nikolaus einen kompletten Klassensatz iPads in die Schule. Mit viel Begeisterung nahmen die Lehrer und Schüler am Freitag, 7. Dezember, die Tablets entgegen.

Mit der Übergabe startete offiziell der zweite Teil des Projekts Wiesbaden unter Federführung des Schulamts der Stadt. Bis Ende 2013 sollen die drei gängigen Betriebssysteme iOS, Android und Windows8 im Klassenverbund und in Ausleihen getestet werden. Das ist in dieser Form bundesweit einzigartig – die Erkenntnisse wird die Stadt Wiesbaden gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium (HKM) allen hessischen Schulträgern zur Verfügung stellen. Das HKM beteiligt sich finanziell an der Evaluation des Projekts durch die Uni Mainz.

Schulleiter Dr. Joachim Ackva nimmt von Marco Neugebauer (iPad- und Tabletverleih Deutschland) die Tablets entgegen.

Evaluation durch Medienpädagogen der Uni Mainz

Wissenschaftlich begleitet wird die Nutzung der Tablets im Schulunterricht von den renommierten Medienpädagogen Professor Stefan Aufenanger und Luise Ludwig. „Mit dem Test in der Oranienschule startet ein zweiter Test, der sich von dem in der Elly-Heuss-Schule insofern abgrenzt, als dass es sich um eine so genannte Eins-zu-Eins-Situation handelt. Hier interessiert uns vor allem, wie die Schüler mit ihren Geräten umgehen und ob sie durch den Besitz der Tablets und das Arbeiten zuhause einen Mehrwert gegenüber den Ausleihe-Schülern mitnehmen“, sagt Projekt-Initiator und -Leiter Reinhard Debus vom Wiesbadener Schulamt.

Schulleiter Dr. Joachim Ackva (links) und die Fachlehrer der Oranienschule nahmen von Marco Neugebauer (Tabletverleih, 5.v.l.h.) die rund 40 Tablets entgegen. Ebenfalls mit dabei: Luise Ludwig (Uni Mainz, 2.v.li.v.), die schulinterne Koordinatorin Andrea Wettermann (5.v.li.v.), Peter Barth (Medienzentrum, 6.v.li.v.), Lothar Spies (Staatl. Schulamt, 2.v.re.), Projektinitiator und –leiter Reinhard Debus (Schulamt WI, 4.v.l.h.) und Oliver Fischer (Rednet, rechts).

Oranienschule überzeugte Schulamt mit medienpädagogischem Konzept

Zur Teilnahme an dem Projekt durften sich Anfang des Jahres alle Wiesbadener Schulen bewerben, die die vorgegebenen Voraussetzungen erfüllten. Die Oranienschule überzeugte vor allem mit klar formulierten Vorstellungen zum Wert der Vermittlung von Medienkompetenz sowie mit der in Abstimmung mit den Eltern geplanten Nutzung in Form einer Tablet-Klasse. „Universitäten und Unternehmen erwarten Studenten und Mitarbeiter, die sich beim Einsatz von modernen Medien sicher fühlen und diese versiert und gewinnbringend zu nutzen wissen. Als Schule kommt man deshalb nicht umhin, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und deren Potenzial auszuloten – das wollen wir in diesem Projekt für unsere Schüler und mit unseren Schülern tun“, sagt die IT-Verantwortliche und Projektkoordinatorin der Oranienschule, Andrea Wettermann.

Erstes Arbeiten mit den iPads in der Klasse 8a.

Medientraining unterstützt Pädagogen im souveränen Umgang

Wie sie und ihre Kollegen den Schülern die Schlüsselqualifikation „Medienkompetenz“ in den Fächern Deutsch, Mathematik, Physik, Erdkunde, Geschichte und Chemie im kommenden Jahr nicht nur pädagogisch sinnvoll sondern auch souverän vermitteln können, ließen sich die Fachlehrer von Medientrainer Jan Ulmer zeigen. Der gab in einem mehrstündigen Intensiveinführungskurs Tipps, verriet wichtige Tricks und empfahl Apps und Werkzeuge, die den Unterricht bereichern. Den korrekten Umgang mit den Geräten üben Lehrer und Schüler nun in den kommenden Wochen gemeinsam in der Schule und zuhause, so dass nach den Weihnachtsferien der Tablet-Einsatz im „normalen“ Unterricht starten kann.

Sponsoring-Projekt macht iPad-Klasse möglich

Neben den Vertretern des Schulamts kümmern sich das Medienzentrum Wiesbaden und der auf Bildungseinrichtungen spezialisierte IT-Ausstatter REDNET darum, dass die technische Einbindung der Geräte reibungslos funktioniert. Überhaupt erst möglich wurde das zweite iPad-Projekt durch die Unterstützung des iPad- und Tabletverleihs Deutschland. Im Rahmen eines außergewöhnlichen Sponsoring-Projekts stattet das Unternehmen in den kommenden Monaten rund 100 Schulen deutschlandweit ein Jahr lang kostenlos mit Geräten sowie Zubehör aus und stellt gemeinsam mit Partnern wie eringo und REDNET Lehrerfortbildung und Support sicher.

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