Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler

„Bei solch zukunftsweisenden Projekten ist es wichtig, Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen möglichst frühzeitig einzubinden, um einen guten Start zu ermöglichen“, sagte Prof. Dr. Stefan Aufenanger von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz bei der schulinternen Projektvorstellung am vergangen Donnerstag. Er muss es wissen: Unter anderem begleitete er über drei Jahre hinweg das Modellprojekt “Medienkompetenz macht Schule” des Landes Rheinland-Pfalz. Und auch Kollegin Luise Ludwig (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG Medienpädagogik, Uni Mainz), die an der Evaluierung des Wiesbadener Tablet-Projekts federführend beteiligt ist, kann bereits auf mehrere Forschungsprojekte sowie zahlreiche Expertenvorträge bundesweit (wie zum Beispiel auf der Replica) und international zurückblicken. Steckbrief Ludwig Republica_170912

Für alle Lehrer, Eltern und Schüler, die vergangene Woche nicht an der Projektvorstellung teilnehmen konnten, werden im Sinne der Empfehlung der beiden Wissenschaftler in den kommenden Tagen gedruckte Projektinformationen in jeder Klasse verteilt. Auf wenigen Seiten werden hier die Eckpunkte sowie ein paar grundlegende Hintergrundinformationen beschrieben. iPad-Projektinformation Elly-Heuss-Schule

Projektinformation für die Elly-Heuss-Schule: Die wichtigsten Infos auf acht Seiten, handlich im DIN A5-Format, kurz und knackig beschrieben. Gedruckt mit freundlicher Unterstützung von IT-Ausstatter REDNET.

Warum? Nirgendwo liegen Kritik und Euphorie so eng beisammen wie bei bisher noch nicht dagewesenen Technikprojekten. Da ist es wenig verwunderlich, dass auch Vorreiterschulen, die mit medienunterstütztem Unterricht starten, des öfteren mit massiver Kritik – von innen und außen – zu kämpfen haben. Die Projektinformation soll dabei helfen, der Entstehung von Missstimmungen und Missverständnissen vorzubeugen und stattdessen eine Basis für konstruktiven und informativen Austausch zu schaffen. Der kleine Achtseiter mit Infos zum Projekt, der EHS-Bewerbung, einem Unterrichtsbeispiel, ein paar technischen Hinweisen und einem Kommentar von Prof. Aufenanger kann aber natürlich nicht alle Fragen beantworten.

Umso schöner war es vergangene Woche bei der Projektvorstellung zu sehen, wie die am Projekt beteiligten Pädagogen und Wissenschaftler ihre zum Teil noch skeptischen Kollegen ein Stück weit mitgenommen haben auf dem Weg zum Tablet-Lehren. Oft waren es nämlich ganz grundlegende Fragen, die in der angeregten Runde nach dem offiziellen Teil diskutiert wurden. Auch in Zukunft gilt deshalb vor allem innerhalb des Kollegiums: Sprechen Sie Herrn Bissinger, Herrn Bonk, Frau Dietz, Herrn Eismann, Herrn Grenner und Herrn Schneider an und finden Sie heraus, welche Vorteile sie in der Unterrichtsunterstützung durch das iPad sehen und welche Erfahrungen – positive wie negative – sie in ihren Stunden bisher gemacht haben!!!

Lob gab es für die Sechs übrigens am Donnerstag von Seiten der Mainzer Wissenschaftler: Wie schon Trainerin Sandra (siehe Eintrag vom 28. Juni) stellten auch Prof. Aufenanger und Frau Ludwig fest, dass die EHS-Pädagogen mit einem enormen Wissen in dieses Projekt gestartet sind. Bereits die vielfältigen Unterrichtsvorschläge aus der Bewerbung sowie die ersten Beispiele aus den iPad-Stunden zeigen, dass die EHS mit den beteiligten Lehrern ein wirklich tolles Team für ein künftiges mobiles Medienkonzept in den Startlöchern hat.

Übrigens: Apple sammelt Berichte von anderen Schulen, die mit iPads arbeiten auf dieser Seite. Interessante Lektüre!

Hinterlasse eine Antwort