Erdkunde: Luftbildanalyse von Mäandern am Bsp. Oberer Amazonas und Niger

Im Zuge der Unterrichtsreihe Exogene Kräfte wurde das Thema „Fluviale Erosion“ behandelt. Nachdem sich die Schüler in der Stunde zuvor die grundlegende Erosionsprozesse von Flüssen (Tiefenerosion/Seitenerosion in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit etc.) erarbeitet hatten, ging es in der Stunde am 25.1.2012 darum die Erosionsprozesse bei einem gestörten Stromstrich und verlangsamter Fließgeschwindigkeit zu erarbeiten und die Auswirkungen auf Flussläufe zu analysieren. Zu diesem Zweck sollte die Methode „Luftbild auswerten“ wiederholt werden.

Um die wesentlichen Zusammenhänge zu erfahren, haben die Schüler via Air Sharing die Arbeitsmaterialien bekommen. Darunter befanden sich ein Arbeitsblatt mit Verfassertext und Aufgabenstellung sowie zwei Luftbilder von Mäandern.

Das Arbeitsblatt wurde von den Schülern im Goodreader geöffnet. In der Aufgabenstellung für die Erarbeitungsphase habe ich, ohne es zu erläutern, die zu verwendenden Apps eingebunden. Die Schüler haben die Anwendung der Materialien in der entsprechenden App weitestgehend umgesetzt ohne nachzufragen. Ein solches Vorgehen (selbständige Erarbeitung der Apps) erscheint mir sinnvollund ich werde weiter beobachten, wie es sich im Laufe des Projektes bewährt, ggf. auch bei komplexen Anwendungen von Apps.

Aufgabe für die Schüler war es, in der App „Note Anytime“ die verschiedenen Erscheinungen bei Mäandern (Prallhang, Gleithang, Sander, Stromstrich sowie die umliegende Landschaft) zu erfassen und mit den in Erdkunde gebräuchlichen Farben zu schraffieren. Eine grundlegende Einführung zur Handhabung von „Note Anytime“ war nötig. Trotzdem haben die Schüler die Aufgabe recht gut bewältigen können. Da einige Schüler noch nicht die Zoom-Funktion in der App kannten, wurden einige Luftbildauswertungen etwas grob. Hinzu kam, dass die Schüler eine dicke Strickstärke beim Zeichenwerkzeug verwendet haben. Diese sollte man in Zukunft vorgeben.

Interessant war der Vergleich zur Klasse 8b, die die Aufgabe konventionell mit Stiften und Transparentpapier zu lösen hatten. Die Schüler der 8b waren mit dem Stift sicherer und konnten saubere Luftbildanalysen anfertigen. Allerdings gab es im Luftbild eine schwierige Stelle (weshalb es auch ausgewählt wurde), die viele Schüler in beiden Klassen falsch gedeutet haben. Hier ergab sich dann ein Vorteil für die iPads. Einige Schüler konnten ihre Auswertungen mit dem Radiergummiwerkzeug sauber korrigieren. In der Klasse 8b mussten dies einige auch tun, allerdings sah danach die Luftbildauswertung nicht mehr sauber aus, z.T. ist das Transparentpapier auch gerissen.

In der Hausaufgabe sollen die Schüler nun eine zweite komplexe Luftbildauswertung am Bsp. eines durchgebrochenen Mäanders vom Fluss Niger vornehmen. Mal schauen, ob die Auswertungen in Note Anytime jetzt etwas sauberer geworden sind. Einige Bilder aus der 8a und 8b habe ich hier eingefügt. More to come.

Erwartungshorizont für das iPad

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Hausaufgabe

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Luftbildanalysen aus der 8b

8b Transparent Mäander

Viele Grüße CR (Oranienschule Wiesbaden)

P.S.: Was ich bisher auch nicht wusste: Die Luftbildauswertungen sind als .png Dateien ja riesig, ca. 15 MB. Word Press mag keine großen Dateien…

 

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